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Die Hamburger Künstlerin Alli Neumann beehrte das Waves Festival im WUK vergangenen Donnerstag mit einem fröhlich-frechen Powerauftritt, den wohl keiner der Anwesenden so schnell vergessen wird.

(c) Gabriel Niederberger

Kein Biest, das man nicht zähmen kann

Konzertbeginn – eine Bassistin, eine Schlagzeugerin und ein Gitarrist stehen auf der Bühne und werden vom Publikum, das die Halle schon gut füllt hat, gespannt angestarrt. Dann endlich: Die ersten Takte von Monster erklingen. Mit einem Mikrophon bewaffnet tritt Alli Neumann aus der Menge hervor und steigt sofort in den Song ein.

(c) Gabriel Niederberger

Die kecke Blondine mit den Stirnfransen reißt das Publikum von Sekunde eins an mit – ein Produkt ihrer positiven Ausstrahlung, Energie und tollen Musik.
Auf den Namensgeber von Allis neuester EP folgen in der Setlist Banditen und is ok.
Zwischen ein paar Songs erzählt die Hamburgern ein wenig über sich selbst und präsentiert dem Publikum stolz ihre unrasierten Beine – etwas, das sich bis heute noch immer eher wenige Frauen trauen.

(c) Gabriel Niederberger

Wie famos

Nach der eher ruhigen Nummer Orchideen folgt ein Cover des Schlagerliedes He, wir fahr’n mit dem Zug von Veronika Fischer. Dieses Lied übt versteckt Kritik an der Grenzschließung aus und Alli präsentiert es im Kontext eines freien Europas.
Mit Maybe Baby und Merlot, Macht & Muse liefert Alli einen wunderschönen Abschied vom Publikum und Ende des Konzerts.
Ganz außer Atem vom vielen Tanzen und Singen kommt die Musikerin aufgeregt ins Publikum, umarmt ihre Fans herzlich und plaudert ein wenig mit ihnen.
Nach dieser besonderen Show freuen wir uns schon sehr, diese starke Frau im März im Wiener B72 erneut begrüßen zu dürfen!

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