Mitten im Freihausviertel: In der Schleifmühlgasse 11 hat dieser Tage die Pop-up-Suppenküche „Heiss“ eröffnet. Wo im Sommer das Schelato Eis verkauft, bekommst du im Winter herzhafte soups to go oder soups to stay. Gekocht wird ausschließlich regional und nachhaltig. Ein Lokalaugenschein

Suppe Wien: Heiss Suppenküche

Mit der Suppenküche Heiss hat er seinen lang gehegten Traum in die Tat umgesetzt: eine nette kleine Imbissbude, die hochwertige Suppen zu Studentenpreisen verkauft. Sebastian Soukup alias Suki ist der federführende Kopf hinter diesem Konzept. Von veganen Gemüsesuppen bis hin zur Hühnersuppe nach Omas Geheimrezept kann er hier aus dem Vollen schöpfen. Die Suppen gibt es mit und ohne Einlagen. Maggi oder irgendwelche Geschmacksverstärker wirst du hier nicht finden. Die Suppenkarte wird auch laufend geändert und richtet sich nach der saisonalen Verfügbarkeit der Zutaten.

Think global, act local

„Das Gemüse wird heute noch geerntet und kommt morgen mit der burgenländischen Erde drauf zu mir in die Küche“, erklärt mir Suki. Seine Produkte bekommt er direkt von Bauern aus Wien, Niederösterreich, der Steiermark und dem Burgenland. Diese würden keine beheizten Zelttunnel verwenden und nur anbauen, was die Natur gerade ermögliche.

Viele seiner Kochkollegen würden ihn um die Qualität seiner Produkte beneiden, erklärt er mir stolz. Je länger die Speisekarte, desto schwieriger sei es jedoch, alle Zutaten regional und ökologisch zu beziehen. Nachdem es Paradeiser momentan nicht gibt, kann er konsequenterweise keine Tomatensuppe anbieten, die er eigentlich gerne machen würde. Alternativ könnte er nur Tomaten aus spanischen Gewächshäusern bekommen, die nach rein gar nichts schmecken. Das würde seinen ökologischen und kulinarischen Qualitätskriterien nicht entsprechen. Selbst die Suppenbecher, die du hier bekommst, sind biologisch abbaubar.

Essen als soziales Ereignis

Ein Essen ohne Suppe ist kein Essen, soll seine Oma immer gesagt haben. Bereits mit 14 Jahren entdeckte der in Wien geborene Jung-Gastronom das Kochen für sich. Als Erwachsener reifte dann der Wunsch heran, der perfekte Gastgeber zu sein und Essen als soziales happening wieder in die Gastronomie zurückbringen. Nach einem mehrmonatigen Auslandsaufenthalt kam er schließlich nach Wien zurück, um gastronomische Konzepte zu realisieren. Voilà!

Bis Mitte März hat die Pop-up-Küche in der Schleifmühlgasse 11 seine Zelte aufgeschlagen. Die Kernöffnungszeiten sind von 11:00 bis 14:00. Eine Suppe ohne Einlage bekommst du für € 2,90. Der Becher mit Deckel und Auslass ermöglicht es, die Suppe beim Gehen wie einen Kaffee zu trinken. „Quasi ein echter Energydrink“, sagt Suki.

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