In der Szene der BMX, Skateboard und Inline-Skater findet der „Stunt-Scooter“ seinen Platz und kann sich durchaus behaupten. Bei diesen rollenden Teilen handelt es sich mittlerweile nicht mehr nur um ein „Spielzeug“.

Sondern um ein Sportgerät, welches immer mehr junge aber auch ältere Generationen begeistert. Diese Aluminium-Roller sind extrem robust und gleichzeitig leicht. Wer den Trend mitverfolgt, wird schnell merken, wie sich die Szene in Europa vergrößert hat und immer mehr Menschen dieser Sportart nachgehen. Auch hierzulande sieht man sehr viele Fahrer und deshalb haben wir jemanden auf die Füße geschaut.

Marco mit C

Marco ist 12 Jahre alt und hat vor ca. zwei Jahren damit angefangen, Stunt-Scooter zu fahren. Bevor er einen Stunt-Roller hatte, fuhr er mit dem Skateboard. Auch auf diesem machte er eine gute Figur. Doch auf Dauer war Skateboarden nicht das Richtige für ihn, erzählt er. Einer seiner Schulfreunde kam dann mal mit einem Stunt- Scooter in die Schule und zeigte ein paar Tricks vor. Von dem Moment an war er so begeistert von den Tricks und Möglichkeiten, die ein Stunt-Scooter mit sich bringt, dass er unbedingt auch einen haben musste. Von seinem Taschengeld leistete er sich später die einzelnen Teile und stellte seinen Stunt-Scooter selber zusammen. Seit dem übt er jeden Tag an neuen Tricks. Wie zum Beispiel einen “Barspin” (Lenker loslassen und ihn dabei drehen um 360°), oder  einen “Tailwhip” (Der hintere Teil des Scooters wird einmal um den vorderen Teil samt Fahrer herumgedreht. Die Füße verlassen dabei das Deck.) Tipps und Tricks holt sich Marco von den Profis aus YouTube – Videos. Als Tipp für Anfänger empfiehlt Marco die Grundtricks zu erlernen und auf diese aufzubauen. Wie zum Beispiel allererste Tricks wie Bunny Hop aber auch 180°, No Foot, Drop in, Drop out, Tailwhip etc.

Trend aus USA und Australien

Der Stunt-Scooter Sport entstammt der BMX-Fahrrad-Szene und kommt ursprünglich aus den USA und Australien und verbreitet sich seit 2010 über Frankreich nach Nordeuropa unter den meist jüngeren Fahrern. Als einer der Urväter der Stunt- oder auch Freestyle-Scooter gilt der Australier Mike Horne. Er entwickelte das Sportgerät für Kinder, das den Einstieg in den Action-Sport auch schon in jungen Jahren ermöglicht. Wettkämpfe und Regularien sind entstanden, die Contests erfreuen sich jedes Jahr höchster Beliebtheit.

Basics und Begriffe

Hier eine kleine Anleitung der einzelnen Teile und Begriffe eines Stunt-Scooters. Dieses Knowhow ist wichtig beim Zusammenbau einzelner Teile sowie beim Austausch oder Reparaturen.

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Competition

Ja, auch Wettbewerbe wie beim Skateboarden oder BMX werden abgehalten, wo sich die Fahrer untereinander messen können. So findet am 4.7.2015 & 5.07.2015 der größte Freestyle Scooter Contest Deutschlands in Coburg bei den Coburg Locals statt. Zum vierten Mal schon in einem der größten Outdoor Skateparks von Deutschland.

Ich will einen Stunt-Scooter

Billig sind diese bunten Flitzer allemal nicht. Wer Online kaufen will, kann das über Amazon tun. Dort sind alle größeren Marken wie Razor, Mead Gear, Shaun White, Power Slide, JD Bug sowie Flexsurfing vertreten.  Für Rund 80.-Euro gibt’s schon einen qualitativen Stunt-Scooter zu ergattern. Profis jedoch stellen sich ihren Stunt-Scooter selbst zusammen. So kann man bei einem selber – zusammengestellten Scooter schon mit Preisen bis zu 300.- Euro aufwärts rechnen. Gerade bei Neueinsteigern ist es empfehlenswert, sich vor dem Kauf beraten zu lassen. In Wien im 3. Bezirk gibt es den Ride-Side Scooter Store, wo du eine große Auswahl an Scootern sowie kompetente Beratung bekommst. Dazu gibt es das Ride-Side Scooter-Camp das vom 13.07-17.07 in Wien stattfindet. Dort hast du die Möglichkeit, mit Profis zu trainieren und dazu bekommst du auch Einzeltraining um deine Skills zu verbessern.
Hier gibt´s den Link!

Stunt-Scooter Geschichte

Seit den frühen 1920er gibt es den klassischen Tret-Roller. Danach kam als Trend-Sport Gerät auch bald das „Kickboard“, als dreirädriger Roller auf den Markt. Doch durchsetzen konnte es sich nicht wirklich. Ein taiwanischer Maschinenbau-Ingenieur revolutionierte dann den Roller im Jahre 2000. Der erste „Stunt-Scooter ist geboren. Dieser wurde, so wie wir den Stunt-Scooter auch heute kennen, aus belastbareren Materialien gebaut und das Klappgelenk des City-Rollers wurde durch eine feste “Downtube” ersetzt. Die Formgebung wurde verbessert und für extreme Belastungen durch Tricks angepasst. Die Entwicklung geht ständig weiter und es tauchen immer stabilere und auch leichtere Teile auf. Der Einstieg ist einfacher als beispielsweise beim BMX-Sport aus dem die Tricks stammen bzw. nachempfunden sind. Der Name Stunt-Scooter wird hauptsächlich in Deutschland und Österreich benützt. Stunt-Scooter, Trick-Scooter, Freestyle-Scooter sind geläufige Bezeichnungen so wie die einfache Abkürzung: Scooter! Hier noch ein Video von den Profis

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Michael Kendlbacher
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